Stiftung Warentest: Goldkauf mit Rabatt — Angebote nicht empfehlenswert
Die Stiftung Warentest nimmt Trust Gold International (Mauritius) und die Plattform Trigon Gold auf ihre Warnliste Geldanlage: Die Angebote seien nicht empfehlenswert. Zugleich schildert sie einen bislang ungeklärten Widerspruch zu TGI-Angaben.
— Die Stiftung Warentest (test.de) hat unter „Goldkauf: Angebote mit Rabatt – und Haken“ die Nachfolge-Angebote der TGI AG bewertet. Wir fassen den frei zugänglichen Artikel zusammen („laut Stiftung Warentest“); die Angaben sind von uns nicht unabhängig überprüft. Zu den strafrechtlichen Vorwürfen gegen die TGI gilt die Unschuldsvermutung.
Das Fazit der Stiftung
Statt der TGI AG verkauften nun Trust Gold International und die Plattform Trigon Gold mit Rabatt. Die Angebote seien nicht empfehlenswert und kämen auf die Warnliste Geldanlage. Die TGI selbst habe die Stiftung bereits 2025 auf diese Liste gesetzt.
Was zur TGI AG und zur Abrechnung berichtet wird
- Seit 31. Juli 2026 verkaufe die TGI AG kein Gold mehr. Mehrere Aufsichtsbehörden, darunter die BaFin, stuften Modelle der TGI als unerlaubtes Einlagengeschäft ein; in Liechtenstein gehen Staatsanwälte dem Verdacht auf Betrug und Geldwäscherei nach, TGI wies die Vorwürfe zurück.
- TGI habe angekündigt, alle Kaufverträge zum tagesaktuellen Goldpreis abzurechnen. Seit 1. August 2026 sähen Kunden im Konto eine Aufstellung mit Feingoldbarren, Abrechnungswert und Auszahlungsbetrag. Der Betrag könne an die Trust Gold International (Mauritius) oder auf das eigene Bankkonto überwiesen werden; für Letzteres setzte TGI sechs bis acht Wochen an.
GGMT-Kunden und ein ungeklärter Widerspruch
Auch für Kunden der Vorgängerin GGMT (Wien) mit ausstehenden Lieferungen habe TGI Konten eingerichtet, etwa mit Positionen wie „Gutschrift für Lieferverzug“ und „TGI Stocks Beteiligung“ (Umsatzbeteiligung). TGI-Inhaber Helmut Kaltenegger habe versprochen: „Kein Kunde verliert Geld mit uns.“ Die Stiftung berichtet jedoch von einem Fall, in dem die Umsatzbeteiligungen bislang nie auf das Kundenkonto überwiesen wurden und bei der Abrechnung nicht als auszahlbare Position erschienen. Kaltenegger versicherte auf Nachfrage, allen GGMT-Kunden seien sie ausgezahlt worden; der Widerspruch ließ sich laut Stiftung nicht klären.
Trust Gold International und Trigon
- Trust Gold International Ltd. (Mauritius) gehöre laut Stiftung Helmut Kaltenegger, der sie im Sommer 2026 gekauft habe. Sie biete ebenfalls Gold mit Rabatt und verlängerter Lieferung an und arbeite mit Empfehlungsgebern.
- Kunden aus verschiedenen Ländern seien ganz oder bei einigen Angeboten ausgeschlossen. Für Kunden aus Deutschland komme laut Stiftung nur ein Angebot infrage: 8 % Nachlass und neun Wochen Versandfrist; Kosten und Risiken des Versands trügen die Kunden, es gelte das Recht der Republik Mauritius. Verbraucher aus Deutschland könnten sich zwar auf deutsches Recht stützen, wenn dieses besser schützt; Ansprüche in der Ferne durchzusetzen sei erfahrungsgemäss schwierig.
- Trigon Gold (Betreiber laut Stiftung: Aurivex Global, Seychellen) bewerbe ähnliche Modelle mit Rabatten von bis zu 3, 4 bzw. 5 % pro Monat bei 12, 24 bzw. 36 Monaten Lieferzeit und mehrstufigem Direktvertrieb. Kaltenegger erklärte der Stiftung, er habe mit Trigon nichts zu tun.
Was das für Anleger bedeutet
Die Einschätzung einer unabhängigen Verbraucherorganisation unterstreicht, was auch uns beschäftigt: Vorsicht beim Übertrag auf eine Gesellschaft im Ausland und bei der Annahme neuer „Rabatt“-Angebote. Prüfen Sie Ihre Abrechnung, sichern Sie Unterlagen und lassen Sie die Folgen eines Übertrags prüfen, bevor Sie bestätigen. Wir helfen bei der Einschätzung Ihrer Rückforderungsmöglichkeiten.
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Quelle: Stiftung Warentest — Goldkauf: Angebote mit Rabatt – und Haken (10.09.2026). Zusammenfassung der Berichterstattung bzw. der amtlichen Mitteilung; keine Rechtsberatung. Angaben Dritter wurden von uns nicht unabhängig überprüft.